Zum traditionellen Jahresempfang hatte die SPD Gummersbach den Europaparlamentarier Martin Schulz als Gastredner ins Bruno-Goller-Haus eingeladen. Der Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament sprach zu aktuellen Themen, die allen anwesenden Kommunalpolitikern, allen voran den Bürgermeistern Frank Helmenstein und Dr. Gero Karthaus, auf den Nägeln brennen: die extrem schlechte Situation der kommunalen Finanzen und unerlässliche Veränderungen im Bildungssektor nach der Landtagswahl am 9. Mai.
Martin Schulz war selbst viele Jahre in Würselen Bürgermeister. Er weiß wovon er spricht, wenn er die Kommunen in Schutz und das Land in die Pflicht nimmt. Die Probleme sind durchweg nicht hausgemacht, die Aufgaben wurden immer umfangreicher und sind einfach nach unten durchgereicht worden. Das, so der Sozialdemokrat, darf so nicht weiter gehen.


Schulz berichtete außerdem von aktuellen Gesprächen, um Griechenland zu unterstützen. Er warf Bundeskanzlerin Merkel Verschleierung vor; es könne nicht sein, dass im Europäischen Verbund ein Land ein anderes im Stich lasse. Viele deutsche Firmen, insbesondere Banken, würden leer ausgehen, wenn nicht auch von Seiten der Bundesrepublik die Hand gereicht würde. Der Euro muss eine starke Währung bleiben.


Martin Schulz ist ein Europäer, der die Menschen mitreißen kann. Das hatte die Gummersbacher Orts-Vorsitzende Michaela Engelmeier-Heite in ihrer Begrüßung formuliert. Und alle Gäste bestätigten das gerne nach dem Vortrag von Martin Schulz.

